Generalistische Ausbildung beschlossen

Der Bundestag hat den Gesetzesentwurf zur Einführung der generalistischen Ausbildung beschlossen. 

Die anderthalbjährige Diskussion über die Notwendigkeit der generalistischen Ausbildung in der Pflege und deren Ausgestaltung hat ein Ende. Nachdem sich die Koalitionsparteien im April überraschend über die Eckpunkte zur Neugestaltung der Pflegeberufe geeinigt haben, wurde der Gesetzesentwurf am 22. Juni 2017 vom Bundestag beschlossen.

Der Kompromiss und damit das neue Pflegeberufereformgesetz sieht im Grundsatz eine 3-jährige generalistische Ausbildung vor. Auszubildende können sich jedoch vor Antritt des dritten Lehrjahres entscheiden, ob sich die Ausbildung auf den Bereich Altenpflege bzw. Kinderkrankenpflege beschränken soll. Vorbehaltlich der Zustimmung des Bundesrates am 07. Juli 2017 wird die neue Ausbildung zur Pflegefachfrau/zum Pflegefachmann im Jahr 2020 starten.

Der ASB hat bereits im Gesetzgebungsverfahren zum Entwurf des Gesetzes zur Reform der Pflegeberufe Stellung genommen und die Generalistik grundsätzlich positiv bewertet. Angesichts der langwierigen Debatten ist zu begrüßen, dass die Pflegeberufereform auf den Weg gebracht werden konnte. Denn diese bietet die Chance, die Attraktivität des Pflegeberufes zu steigern. Damit das gelingt, sind jedoch Nachjustierungen des Gesetzes notwendig. Auch bleibt die konkrete Ausgestaltung durch weitergehende Regelungen, wie z.B. die Ausbildungs- und Prüfungsverordnung oder die Finanzierungsverordnung abzuwarten.

Weitergehende Informationen zum neuen Gesetzesentwurf und die Stellungnahme des ASB finden Sie hier.

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